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Steuerberatungsgesellschaft mbH

Steuerklassenkombination bei Verheirateten


Frisch verheiratet werden einem die Steuerklassen IV und IV zugewiesen. Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung besteht dann nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Wechsel in eine andere Steuerklasse ist beim Finanzamt zu beantragen und trägt meist zur Abgabepflicht bei. Doch welche anderen Möglichkeiten der Steuerklassenkombination hat man als Ehepaar?

Selbst wenn man am 31. Dezember heiratet, kann man rückwirkend für das Jahr die Zusammenveranlagung wählen. Häufig ist das Ehegattensplitting günstiger, als eine getrennte Veranlagung. In der Regel lässt sich sagen: Je größer der Unterschied zwischen den Einkommen ist, desto größer ist auch der Vorteil, den man sich hieraus macht – Doch unter der Angabe welcher Steuerklassen?


Angenommen beide sind berufstätig und verdienen in etwa gleich. Dann eignen sich meist  die bereits zugeteilten Klassen IV und IV, da bereits zum Verdienst die passende Lohnsteuer gezahlt wird.

Bei einem Alleinverdiener bzw. Hauptverdiener lohnt sich ein Wechsel in die Steuerklassen III und V. Hierbei sollte der Partner, der nicht arbeitet oder einen Minijob hat die Klasse V wählen.

Ein Wechsel in die Steuerklassen III und V bietet sich außerdem an, wenn beide arbeiten und ein großer Unterschied zwischen den Gehältern besteht. So sichert sich das Paar einen monatlich möglichst hohen Auszahlungsbetrag auf der Gehaltsabrechnung. Da sich hierdurch jedoch die Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer gering halten, verlangt das Finanzamt  häufig eine Nachzahlung.

Bei einem so unterschiedlichen Gehalt, sollte man auch die Kombination IV und IV unter der Anwendung des sog. Faktorverfahrens betrachten. Hier wird durch einen vom Finanzamt ermittelnden Faktor die steuermindernde Wirkung des Splittingverfahrens bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Eine weitere vorstellbare Situation ist, dass beide berufstätig sind und einer der beiden Lohnersatz erwartet (z. Bsp. Elterngeld). Hier ist es sinnvoll vorher in die Steuerklasse III zu wechseln, da der Lohnersatz sich nach dem vorherigen Nettogehalt richtet und sich somit ein möglichst hoher Lohnersatz ergibt.

In dieser Konstellation können sich allerdings auch wiederum die Klassen IV und IV anbieten unter der Anwendung des Faktorverfahrens (siehe oben).

Hinweis:
Besonders bei Lohnersatzleistungen (oder wenn ein Partner Auslandseinkünfte hat, oder deutlich höhere Versicherungsbeiträge zahlt) ist zu prüfen, ob sich eventuell eine Einzelveranlagung lohnt!



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