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Steuerberatungsgesellschaft mbH

Forstschäden nach „Friederike “ sofort dem Finanzamt melden!


Der Orkan „Friederike“ hat nach ersten Erkenntnissen insgesamt nicht so schwere Schäden im Forst hinterlassen wie der Orkan „Kyrill“ im Januar 2007. Regional sind jedoch durchaus Schäden im Wald aufgetreten. Für außergewöhnliche Holznutzungen aufgrund höherer Gewalt, z.B. durch Sturm, (sogenannte Kalamitäten) gewährt der Gesetzgeber steuerliche Begünstigungen.]

Liegt eine außerordentliche Holznutzung vor, was z.B. bei Kalamitäten der Fall ist, wird bereits vom ersten Erntefestmeter an ein ermäßigter Steuersatz (½-Steuersatz) gewährt. Für Holznutzungen, die den Nutzungssatz (üblichen Einschlag) überschreiten, kann der ¼-Steuersatz in Anspruch genommen werden. Bei Betrieben mit bis zu 50 ha forstwirtschaftlich genutzter Fläche kann auf die Festsetzung eines Nutzungssatzes verzichtet werden. In diesen Fällen ist von einem Nutzungssatz von 5 Erntefestmetern ohne Rinde je ha auszugehen. In anderen Fällen ist der Nutzungssatz über ein Betriebsgutachten nachzuweisen.

Für die Anerkennung der Einkünfte aus außerordentlichen Holznutzungen sind bestimmte formale Voraussetzungen einzuhalten, u.a. mengenmäßiger Nachweis, unverzügliche Schadensmeldung, Abschlussmeldung:

  • Nach Eintritt bzw. Feststellung eines Schadens infolge höherer Gewalt hat der Land- und Forstwirt dem zuständigen Finanzamt unverzüglich eine Mitteilung (Voranmeldung) auf amtlichem Vordruck einzureichen, aus der sich Ort, Fläche, Ursache und Art des Schadens, der Zeitpunkt des Schadenseintritts sowie die voraussichtlich anfallenden Holzmassen getrennt nach Holzart und Alter - möglichst genau geschätzt - ergeben. Die Meldung soll vor Beginn der Aufarbeitung erfolgen, so dass die Finanzverwaltung die Möglichkeit der Überprüfung durch einen Forstsachverständigen hat.

  • Nach Aufarbeitung und Vermessung des Holzanfalls sind die tatsächlichen Holzaufnahmeergebnisse ebenfalls unverzüglich dem Finanzamt in einem Nachweis (Abschlussmeldung) auf einem amtlichen Vordruck zu melden.

Hinweis:
Die Abgabe der Voranmeldung darf nicht deshalb verzögert werden, weil Höhe und Umfang des Schadens zunächst noch nicht feststehen. Die Mitteilung ist vor Beginn der Aufarbeitung, jedoch spätestens bis zum Ablauf von drei Monaten nach Eintritt bzw. Feststellung des Schadens beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Eine nach dieser Frist eingehende Mitteilung kann nur noch dann als rechtzeitig angesehen werden, wenn die Verzögerung auf vom Land- und Forstwirt nicht zu vertretenden Gründen zurückzuführen ist.

Die entsprechenden Formulare sind bei uns erhältlich oder hier auf unserer Homepage im Downloadbereich. Wir beraten Sie gerne.



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